Mittwoch, 14. Oktober 2015

Kleinkrieg um "Paket Numero 1"

Ihr erinnert euch... in meinem anderen Posting habe ich berichtet von 4 Paketen welche alle nicht so recht Ihren Weg zu mir finden wollten.

Dieser Beitrag dreht sich konkret um "Paket Numero 1". :)

Dieses ist, wie bereits erzählt, zum Absender zurückgekehrt. Ich wollte es genau wissen, schließlich hätte ja auch diesem Absender ein Fehler unterlaufen sein können. Ich habe mir also Fotos von der Paketoberfläche schicken lassen. Sehen konnte man zum Beispiel, dass der Absender die Adresse korrekt draufgeschrieben hatte (wie auch bei den anderen 3 Sendungen aus oben genanntem Posting). Außerdem hatte jemand mit Edding "Markt 22-23" auf das Paket geschrieben.... JUNGS... das wäre richtig gewesen! Warum habt ihr es nicht einfach dort hingebracht und abgegeben? ... So kurz vorm Ziel dann doch noch verkackt. Schade auch.

Als Rücksendegrund wurde dann angegeben "Empfänger unbekannt".
Warum das? Weil ich dort nicht wohne? In der Postfiliale? Ich wohne auch nicht in der Packstation, dort bin ich auch unbekannt, aber trotzdem kommen meine Pakete dort an.

Ich wäre ja wirklich für eine Initiative, in der DHL Ihren Zustellern, vielleicht auch denen der mies bezahlten Subunternehmer, mal erklärt welche Services sie so anbieten, und wie die funktionieren, und was man dafür auf diesem niedlichen, schwarzen Handscanner so drücken und klicken muss, damit das auch so läuft wie angepriesen. Mein Gefühl sagt mir nämlich, dass einige Zusteller fachlich überfordert scheinen, sobald Ihre Aufgabe über "an Hausadresse klingen, abgeben, unterschreiben lassen" hinausgeht.


Aber Back to Topic: Das Paket liegt wieder beim Absender. Zeug ist aber bezahlt gewesen und soll folglich zu mir. Also schickt der Absender es ein zweites Mal ab. Aus Sicherheitsgründen, nach der Katastrophe vom letzten Versuch, diesmal an meine Hausadresse. Da kann ja nix schief gehen.

PUSTEKUCHEN!

Wir schreiben es...

Mittwoch, 26.08.15 

Ich sehe in meine Sendungsverfolgung. Dort steht als Status, die Sendung sei Vormittags zugestellt worden. An eine "andere anwesende Person". Mit Namen "..." . 
Das wirft bei mir jetzt Fragen auf. Wir wohnen in einem freistehenden Haus, zu zweit, und sind beide arbeiten. Es gibt mehrere Möglichkeiten 

  • Die Katze hat gelernt wie man Türen öffnet und Unterschriften leistet, nicht aber wie man den eigenen Namen ausspricht, daher "..." ? 
  • Wir haben Einbrecher im Haus die meine Pakete annehmen und sich nicht ausweisen wollen, aus Angst vor der Polizei? 
  • ... mehr fällt mir nicht ein. 

Wir kommen an diesem Tag leider erst sehr spät nach Hause. Im Briefkasten dann des Rätsels Lösung: Ein DHL-Zettelchen im Briefkasten proklamiert folgende Unwahrheit: 


Klasse. 
NEIN TUT ES NICHT. 
Das "MFG" war ja nett gemeint, aber Name und Telefonnummer hätten es mir an dieser Stelle leichter gemacht, verbal auszurasten. 

Falls irgend ein DHL Zusteller dieser Welt das hier liest: 
Mülltonnen sind keine empfangsberechtigten, anwesenden Personen für versicherte Paketsendungen. Echt nicht!
Mülltonnen können außerdem nicht unterschreiben. Und stehen im Freien. Unüberwacht. Einfach so rum. (nichtmal überdacht).

Es ist nicht das erste mal - leider.

Versicherte Pakete einfach irgendwo hinzustellen scheint zumindest bei uns am Haus gängige Praxis. Ich habe es schon öfter erlebt. In den meisten Fällen stand aber das Paket noch dort wo es stehen sollte als ich nach Hause kam, weswegen ich neben viel internem Ärger, Beschwerde-Anrufen bei DHL und gelegentlichen Anzeigen bei der Polizei wegen Urkundenfälschung nichts weiter unternehmen musste. 

Diesmal aber leider nicht. Ich weiß nicht ob der Zusteller das Paket überhaupt abgestellt hatte, und wenn ja wohin, oder wohin es ist, oder warum. 
Was ich aber weiß: Ich stehe jetzt da mit einer Sendungsnummer zu der in der Paketverfolgung steht "zugestellt", welches mir aber nie persönlich zugestellt wurde. Und ich habe nun die Rennerei... 

Die Hotline.

Ich rufe mal wieder DHL an. An der Hotline wimmelt man mich ab. Ich bin ja nur der Empfänger. Ist alles gar nicht mein Problem, ich bin da ja nicht der Haftungspartner, da müsse sich der Versender drum kümmern. 
Mag ja sein, dass der Prozess das so vorsieht, aber ich habe die Kohle für den Inhalt hingelegt... 
Ich füge mich und kontaktiere den Versender. Dieser ruft bei DHL an - er soll einen Nachforschungsantrag stellen. 

Mittwoch, 02.09.15

Eine Woche vergeht... 



Mittwoch, 09.09.15



Samstag, 12.09.15 - Post von DHL

Ein Schreiben dem man entnimmt, sie wünschen sich die Übersendung von: 
  • Einer Rechnung 
  • Der vollständigen Schadendokumentation 
Nochmal? Das hatten wir, soweit vorhanden, alles schon mit dem ersten Antrag eingereicht. Es gibt keine Rechnung wenn Privatperson 1 der Privatperson 2 ein paar private Artikel abkauft. 
Was mit "vollständige Schadendokumentation" gemeint ist weiß keiner so genau. Wir schicken die ausgefüllten Formulare auf dem Postweg noch einmal hin.

Zwei weitere Wochen...


Samstag, 26.09.15 - Post von DHL - Die Zweite!



Okay, ich soll also nochmal nen Schrieb hinschicken und bestätigen, dass ich das Paket nicht bekommen habe. Kein Problem.
Macht auch Sinn, dass einem das erst 3 Wochen später einfällt. 
Ich lasse mir weniger Zeit und schicke entsprechende Bestätigung unmittelbar ab.

Eine weitere Woche...


Mittwoch, 07.10.15 - wieder Post von DHL


Die Rechnungsfrage wieder... zum dritten mal. Wir wissen nicht mehr recht, wie wir das noch besser aufbereiten wollen. 
Wir haben bereits mehrfach die Zahlungsbestätigung via Paypal übersandt, außerdem die einzelnen Artikel die im Paket enthalten waren und deren Kaufpreis, aus dem sich die Gesamtsumme von knapp 130 Euro ergibt. 
Rechnet man Zeit, Nerven und Porto dagegen aus hat sich dieser Antrag vermutlich jetzt schon nicht mehr gerechnet, egal wie er ausgeht.

Mir fällt noch ein, dass wir unser Chatprotokoll übersenden könnten. Es ist zwar keine Rechnung, aber mündlich geschlossene Kaufverträge sind dennoch Kaufverträge. Vielleicht hilft das ja was... 
doch bevor wir diesen neuen Brief auch nur eingeworfen haben erreicht und folgendes... 

Freitag, 09.10.15 - Eine Entscheidung von DHL? 


Trotz aller Ärgerlichkeit ist das so absurd, dass ich schon wieder lachen muss.
Wir haben nun Stunden investiert an "Beweisaufnahme", Briefen, Telefoniererei mit der inkompetentesten Hotline der Welt... um dann dieses Schreiben zu erhalten.

Wie konnten wir das nur vergessen.
Herr Mülltonne hatte das Paket ja angenommen.

Wir haben uns erdreistet, diese Entscheidung noch einmal in Frage zu stellen und DHL erneut zu kontaktieren. Das wäre ja an sich alles schlüssig, wenn da nicht die Frage bliebe, welche meiner drei Tonnen denn dafür unterschrieben haben soll. Papier, Restmüll oder doch Bio? 



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